Die Zukunft liegt in den Wolken

Zukunft und Technologie

Ohne Cloud gibt es keinen Fortschritt

Jeder kennt sie, viele nutzen sie: In Clouds haben private Nutzer ihre Bilder, Videos oder andere Daten abgespeichert. Viele Menschen stehen der Technologie aber auch mit großen Vorbehalten gegenüber. Im Arbeitsumfeld punktet die Cloud-Technologie mit ganz anderen Anwendungen und Vorteilen. Damit lassen sich Prozesse flexibler, schneller und günstiger realisieren.

Die Cloud-Technologie ist für viele Unternehmen inzwischen ein wichtiges Geschäftsfeld geworden. Die IT-Größen Amazon, Microsoft oder Google verdienen damit Milliarden. Private Nutzer speichern dort meistens ihre Daten oder Sicherungskopien davon, Google bietet über seine Cloud-Plattform aber auch schon verschiedene Dienste und Services für alle Nutzer an. Das sind etwa Programmierungs-Tools, Sicherheitsprogramme oder KI-Anwendungen. Die Software, Funktion oder Rechenleistung liegt dabei in der Cloud. Wo und in welchem Umfang die Cloud-Technologie auch im oscare®-Umfeld zum Einsatz kommen kann, untersucht seit April ein Strategieprojekt der AOK Systems. Ende des Jahres wird der Abschlussbericht mit Empfehlungen, Einschätzungen und möglichen Einsatzmöglichkeiten vorliegen. „Wir identifizieren dabei Cloud-Einsatz-Szenarien und spielen in PoC ihre Auswirkungen und ihr Potenzial durch. So viel sei schon verraten: Die Ergebnisse sind sehr vielversprechend“, erklärt Cornelia Wanders, Software-Architektin bei der AOK Systems.

Flexibel und günstiger
Bei SAP gilt seit einiger Zeit das Motto: Cloud First. Unternehmen, die weiterhin die neuesten und innovativsten Produkte der SAP nutzen wollen, können die Wolken eigentlich nicht einfach wegschieben, also ignorieren. „Dafür gibt es auch überhaupt keinen Grund. In Sachen Verfügbarkeit, Skalierbarkeit und Anwendungsmöglichkeiten bietet die Technologie viele Vorteile“, so Wanders. Und natürlich ist das große Versprechen von Cloud, Geld einzusparen: Bisher ist es so, dass Unternehmen in ihren Rechenzentren große Hardwarekapazitäten vorhalten – oft sind Teile davon ungenutzt, da nur in Stoßzeiten oder zu bestimmten Anlässen die ganze Power benötigt wird. Mit einer Cloud-Lösung würde ein Unternehmen nur so viel Rechenleistung, Speicherkapazität oder Bandbreite nutzen, wie es gerade braucht. Vorabinvestitionen in Hardware wären nicht nötig. Zusätzliche Kapazitäten würden flexibel oder geplant gebucht werden. Abgerechnet wird etwa nach der Anzahl der Zugriffe oder der Betriebsstunden. Das stellt natürlich neue Herausforderungen an das Controlling. Die Systeme müssen gut überwacht werden, um eine vernünftige Cloud-Bewirtschaftung zu ermöglichen.

Auf das Kerngeschäft konzentrieren

Wissen, welche Cloud sich wofür am besten eignet

Cloud ist auch nicht gleich Cloud. Man unterscheidet etwa zwischen „Software as a Service“ (SaaS), „Infrastructur as a Service“ (IaaS) oder „Platform as a Service“ (PaaS). Der Unterschied ist, ob die Infrastruktur, die Plattform oder auch noch die Software in der Cloud bereitgestellt wird. Wanders: „Für uns ist jede der drei Möglichkeiten denkbar, es kommt immer auf das jeweilige Szenario an.“ Es ist aber nicht das Ziel, oscare® insgesamt künftig als Cloud-Lösung anzubieten. Dazu ist oscare® viel zu groß und zu komplex. Es geht vielmehr darum, Vorteile von Cloud-Services künftig auch für einzelne oscare®-Themen nutzbar zu machen. An denkbaren Szenarien mangelt es nicht: Prüfstufen oder Genehmigungsservice für Leistungserbringer, ein Geodaten-Server, Entwicklungsumgebungen sowie virtuelle Plattformen oder Projekträume. Viele innovative SAP-Produkte, die oscare® optimieren könnten, sind nur als Cloud-Lösung einsetzbar: Die „SAP Analytics Cloud“ bietet ein breites Spektrum an BI-Tools, die „SAP Mobile Plattform“ ermöglicht ganz neue Apps und „SAP Leonardo“ ist die Basis für Machine Learning und KI-Anwendungen. Sicherheit und Datenschutz sind natürlich ein großes Thema. Aber auch hier gilt: Vorbehalte sind unnötig. Das jeweilige Sicherheitslevel kann einfach mitgekauft werden. Und natürlich können die Kunden heute entscheiden, wo die Daten liegen dürfen – etwa in Deutschland, in Europa oder einem anderen definierten Ort. „Dadurch können sich die Unternehmen auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und müssen sich nicht mit dem Betrieb der IT-Infrastruktur beschäftigen“, erklärt Wanders.